E-Autos: Wie effizient sind sie wirklich?

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Ein Blick auf aktuelle Tageszeitungen und Automobilmagazine zeigt deutlich: E-Autos scheinen der Renner zu sein, sobald es um das Fahren der Zukunft geht. Elon Musk und Tesla avancierten in den letzten Jahren annähernd zu Elementen der Popkultur und auch die Traditionshersteller ziehen mit ihren ersten eigenen elektrischen Modellen nach. Dabei bleibt eine Frage jedoch oft offen: Wie lohnenswert sind E-Autos ohne ihre mediale und politische Aufmerksamkeit wirklich?

BMW stellt mit der iX Modelllinie eine Fahrzeugfamilie vor, die dem Trend zum elektrischen Fahren entsprechen soll. Ab 77.3000€ kann man stolzer Besitzer des Standardmodells des ersten vollelektrischen BMWs, des BMW iX sein und – auf den ersten Blick – von einer elektrischen Reichweite von immerhin 630 Kilometern profitieren. Ermöglicht BMW nun also den Weg zum umweltfreundlichen und leistungsstarken Fahren?

Das Flaggschiff der neuen vollelektrischen BMW iX Reihe ist allen voran ein Modell, der BMW iX xDrive40, der je nach Konfiguration eine elektrische Reichweite von 400 Kilometern bis zu 600 Kilometern erreichen soll und, BMW typisch, durch weitere Zusatzpakete, wie dem Sportpaket, überzeugt.
Auf den ersten Blick unterscheidet den BMW iX also garnicht einmal so viel von anderen BMW Modellen, jedenfalls was die Konfigurationsoptionen und den Stil des Modells betrifft. Interessant wird es nun jedoch, wenn man die Leistung der BMW iX Modelle genauer unter die Lupe nimmt. Das Top Modell der BMW iX Reihe, der BMW iX xDrive50, wirbt mit einer grundsätzlichen maximalen elektrischen Reichweite von 685 Kilometern. Ohne Frage gehört des Modell damit zu den Spitzenreitern des vollelektrischen Fahrens.

Die Reichweite des BMW iX xDrive50 von 685 Kilometern gilt jedoch nur unter speziellen, selten realitätsnahen, Bedingungen. Gesetz den Fall, dass der BMW iX xDrive50 in einer „effizienten“ Fahrweise bei einer Außentemperatur von 10°C und ohne Klimatisierung bewegt wird, ergibt sich für das Modell tatsächlich eine voraussichtliche Reichweite von 685 Kilometern. Damit könnte man immerhin von München bis nach Frankfurt am Main fahren, es könnte nur etwas kühl für die mitfahrenden Insassen werden. Bei aktiver Klimatisierung betrüge die Reichweite noch voraussichtlich 635 Kilometer, auch das würde noch von München bis nach Frankfurt am Main reichen, dennoch ergibt sich bereits in Unterschied in der Reichweite von 50 Kilometern.

Wäre man bereit unter diesen besonderen Umständen noch einen 40 minütigen Halt an einer elektrischen Aufladestation einzuplanen, um in dieser Zeit die Batterie des BMW iX xDrive50 um 80% zu laden, käme man mit dem BMW iX xDrive50 auch noch relativ problemlos von München bis nach Hamburg, solange man es nicht allzu eilig hat. Eine durchaus realistische Strecke für Vielfahrer.

Führen wir das Vielfahrerbeispiel doch etwas weiter aus. Bei gleichbleibenden Außenbedingungen und einer „moderaten“ Fahrweise verringert sich die voraussichtliche Reichweite bereits auf 550 Kilometer, bei einer „sportlichen“ Fahrweise auf 405 Kilometer. Alleine schon durch diesen Faktor verringert sich die Reichweite des BMW iX xDrive50 also bereits potentiell um bis zu 220 Kilometer. Im Sommer bei sportlicher Fahrweise, 35°C Außentemperatur und aktiver Klimatisierung erreicht der BMW iX xDrive50 eine voraussichtliche elektrische Reichweite von 395 Kilometern. Dies entspricht nun fast der Hälfte der beworbenen Reichweite des Modells.

Würde man unter diesen realitätsnahen Umständen im BMW iX xDrive50 von München nach Hamburg fahren wollen, was einer Strecke von rund 800 Kilometern entspräche, müsste man mit einem vollaufgeladenen BMW iX xDrive50 unter besten Fahrtbedingungen trotzdem mindestens drei Stopps an speziellen Ladestationen einplanen, was die Zeit bis zur Ankunft in Hamburg um mindestens zwei weitere Stunden verlängern würde.

Dieses Anwendungsbeispiel der Reichweite und Leistung des vollelektrischen BMW iX xDrive50 zeigt an dieser Stelle gut auf, wo die Problematiken des elektrischen Fahrens versteckt liegen. Während ein E-Auto für umweltbewusste Kurzstreckenfahrer unter Umständen durchaus die richtige Wahl ist, reicht die Effizienz des Systems für den Alltag eines Vielfahrers bei Weitem nicht aus.

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