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Mainz
Mainz ist mit über 200.000 Einwohnern die größte Stadt des Bundeslands Rheinland-Pfalz und überdies auch dessen Landeshauptstadt.
Als Landeshauptstadt hat Mainz besondere Aufgaben in den Bereichen der Verwaltung, Kommunalpolitik und Regierung. Die Landeshauptstadt eines Bundeslands ist immer der Sitz der Verfassungsorgane, also beispielsweise Sitz der Landesregierung und des Landtags.
Die Stadt Mainz liegt direkt am Rheinufer und grenzt and die rheinhessischen Hochflächen und das Mainzer Becken, welches seinen Ursprung in einem Millionen Jahre altem fossilen Sedimentbecken hat. Insgesamt liegt das Mainzer Becken fast ausschließlich in Rheinland-Pfalz und umfasst viele wichtige größere Städte des Landes.
Was man in Mainz gesehen haben sollte
Der Mainzer Dom, offiziell der „Hohe Dom St. Martin zu Mainz“, ist die Mainzer Kathedrale. Die genauen Daten der Baugeschichte des Mainzer Doms sind heute nicht mehr komplett nachvollziehbar und der Bau der Pfarrkirche Sank Stephan unter dem gleichen Erzbischof erschwert die genaue Datierung. Es wird jedoch vermutet, dass der Baubeginnn der Kathedrale um das 10. Jahrhundert festzulegen ist.
Darüber hinaus ist es bestätigt, dass unter dem Fundament des heutigen Doms Reste römischer Bauten liegen, was die Annahme einer ursprünglichen Bebauung des Grundes bis zurück zu Zeiten des römischen Lagers in Mainz zulässt. Bereits zum Zeitpunkt der Einweihung des Hohen Dom St. Martin zu Mainz kam es zu den ersten Problemen, denn um die feierliche Stimmung des Ganzen zu unterstreichen verwendete man einige Fackeln und Kerzen, sodass der Dom schließlich Feuer fing und niederbrannte.
Ein Überbleibsel der früheren Festung Mainz aus dem 17. Jahrhundert ist die Zitadelle Mainz. Diese wurde im Jahr 1660 erbaut, ist bis heute eine beliebte Sehenswürdigkeit geblieben und hat außerdem eine neue Aufgabe als Standort verschiedener städtischen Ämter erhalten.
Wirtschaftlicher Aufstieg der Stadt Mainz
Der hessische Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main ist mittlerweile so groß angewachsen, dass er auch die rheinland-pfälzische Großstadt Mainz mit einschließt. Damit ist Mainz für die gesamtdeutsche Wirtschaft von Bedeutung und viele Unternehmen schätzen die Verkehrsknotenpunkte und Wirtschaftkreisläufe rund um Mainz als wichtige Standortfaktoren.
Ein relativ großer Anteil der Mainzer Bevölkerung findet bereits seit Jahrzehnten Arbeitsplätze in der Industrie. Somit entstanden um die Hochzeit der Industrialisierung in Mainz diverse Unternehmen, von denen sich einige bis heute als Traditionsunternehmen behaupten können. Ein Beispiel dafür ist die Schott AG.
Die Schott AG wurde im Jahr 1884 von Otto Schott, Ernst Abbe und Carl und Roderich Zeiß als eine Genossenschaft zur Herstellung von optischen Gläsern ins Leben gerufen. Heute hat Schott seinen Hauptsitz in Mainz und beschäftigt weltweit über 15.000 Mitarbeiter unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden Frank Heinricht. Die Schott AG ist dabei ein internationaler Vorreiter in der Glasproduktion geblieben.
Die Geschichte von Mainz
Archäologische Ausgrabungen vor einem knappen Jahrhundert förderten im Mainzer Raum Relikte aus der Eiszeit zu Tage. Diese sind bis auf 25.000 Jahre vor unserer Zeit zurückdatierbar.
Zu Römerzeiten entstand als Vorläufer des heutigen Mainz das Legionslager „Mogontiacum“, welches schnell wuchs und zur Entwicklung von Siedlungen im Umkreis dessen sorgte. Ein knappes Jahrhundert später war „Mogontiacum“ bereits germanische Hauptstadt der Römer.
Im frühen Mittelalter hatte die Stadt immer wieder unter Angriffen und Eroberungen durch verschiedene Volksstämme zu leiden, bis sie schließlich im 5. Jahrhundert nach Christus zuletzt von den Franken in Besitz genommen wurde. Die darauf folgenden Jahrhunderte machten Mainz Stück für Stück zu einer frühen Großstadt von hoher politischer, sozialer und wirtschaftlicher Bedeutung.
Im 13. Jahrhundert wurde Mainz unter Erzbischof Siegfried III. von Eppstein zu einer Freien Stadt, hatte also im Vergleich zu vielen anderen Städten eine besonders emanzipierte Stellung mit nur geringem kirchlichen Einfluss inne.





















